einen kleinen Paradigmenwechsel ausgelöst und nebenbei die Klasse der Mini-Laptops betreten
- auch wenn der Begriff "Netbook" von Apple tunlichst vermieden wird.
Als Apple das erste MacBook Air im Frühjahr 2008 vorstellte, nörgelten die Kritiker vor allem trotz des selbst so genannten "dünnsten Notebook der Welt". Apple verzichtete dabei auf ein optisches Laufwerk für CD- oder DVD-Speichermedien und stattete das Gerät mit nur einem USB-Anschluss aus. Der Preis lag derweil mit 1.600 Euro und darüber selbst weit über den bei Apple üblichen Preisen. Das erste MacBook Air war seiner Zeit also etwas zu weit voraus.
Deswegen ist der Unterschied zur neuen zweiten Generation nicht so groß, aber die Zeit scheint inzwischen reif für die Laptops zu sein, die nun zwar in geringeren Größen aber auch zu niedrigeren Preisen zu haben sind. Das MacBook Air gibt es nun in zwei Varianten mit 11,6- und 13,3-Zoll-Bildschirm und ab knapp 1.000 Euro (13-Zoll-Gerät ab 1.300 Euro). Das Vorgängermodell war 15 Zoll groß. Apple hat beim neuen Gerät auf eine herkömmliche Festplatte verzichtet und statt dessen die schnelleren Flash-Speicher (Solid State Drive, SSD) ohne bewegliche Teile eingebaut. Das MacBook Air ist an der dicksten Stelle 1,7 Zentimeter hoch, an der dünnsten Stelle 3 Millimeter. Neu ist außerdem das Multitouch-Trackpad, das die Maus ersetzt und ähnlich funktioniert wie die Mehrfinger-Steuerung beim iPhone.
Schwächere Hardware verbaut
Das 11,6-Zoll-Modell hat die Größe eines leicht verstaubaren Netbooks, ist aber nicht nur ungleich teurer als vergleichbar große Konkurrenzprodukte, sondern auch leistungsfähiger.
Es verfügt über einen Akku, der bis zu fünf Stunden Strom liefert und mit 1.366 x 768 Pixeln eine sehr hohe Auflösung hat. Das 13,3-Zoll-Gerät hat 1.440 x 900 Pixel und liefert über den mehrzelligen Akku laut Apple bis zu sieben Stunden Strom.
Die nun geringeren Preise dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass Apple bei den neuen MacBook Air schwächere Hardware verbaut hat. Im Vergleich zu den teureren MacBook Pro ist zum Beispiel mit 2 GB weniger Arbeitsspeicher enthalten. Der Zweikernprozessor Core 2 Duo ist mit 1,4 oder 1,6 GHz (11,6-Zoll-Modell) und 1,86 oder 2,13 GHz eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Das Apple MacBook oder die Geräte der MacBook-Pro-Reihe verfügen über mindestens 2,4 GHz. Um die in der Anschaffung deutlich teureren Flash-Festplatten einbauen zu können, hat Apple auch hier an der Leistung gespart. So hat das 11,6-Zoll-Modell für 999 Euro gerade einmal einen 64-GB-Speicher, das 13,3-Zoll-Einstiegsmodell für 1.299 Euro 128 GB.
Indem man auf das optische Laufwerk verzichtet, fördert Apple den etwa zeitgleichen Start der Video-Box AppleTV. Diese streamt Videos vom Rechner oder dem iTunes Store auf den Fernseher und macht damit theoretisch CDs, DVDs und sogar Blu-rays überflüssig. Da Musik inzwischen größtenteils über das Netz gekauft wird und dieser Weg auch den Filmen bevor steht, hat ein optisches Laufwerk tatsächlich zunehmend an Bedeutung verloren. Darauf zu verzichten und Dateien über das Web, Speicherkarten oder USB-Sticks auszutauschen, liegt im Trend. Ansonsten hat Apple bei den neuen MacBook Air zwar an der Leistung gespart und zwei wirklich nicht preisgünstige neue Geräte vorgelegt. Beide bieten aber Komfort und sind modisch und technisch stärker als die Konkurrenz.
Wo kann man ein MacBook Air kaufen?
Zum Beispiel bei: