iPhone 4 kaufen: Schlankes Smartphone mit Videotelefonie und Multitasking
Das iPhone 4 ist die mittlerweile vierte Generation von Apples Internethandy seit dem Verkaufsstart im Jahr 2007.
Es enthält zahlreiche Verbesserungen im Vergleich zur Vorgängerversion iPhone 3GS; eine echte Revolution ist es diesmal allerdings nicht. Nach jahrelangem Hinterherrennen hat die Konkurrenz inzwischen mit Apple gleichgezogen.
Apple ist mit dem iPhone 4 in vielerlei Hinsicht dennoch weiterhin das Maß der Dinge. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist das diesmal quaderförmige iPhone das dünnste Smartphone auf dem Markt. 1,7 Millionen Geräte verkaufte Apple davon innerhalb der ersten drei Tage. Das Retina-Display mit 960 mal 640 Pixeln und - laut Apple - einer doppelt so hohen Dichte an Bildpunkten gilt neben Samsungs Amoled als das beste Display auf dem Markt. Der Akku wurde in seiner Leistung erhöht, neuerdings dient ein Metallrahmen in der Außenhülle als Empfänger für WLAN- und UMTS-Signale.
iPhone 4 kaufen - Evolution statt Revolution
Genau dieser Metallrahmen verschaffte Apple allerdings viel Ärger. Technikmagazine und Produkttester von Consumer Reports fanden heraus, dass die Empfangsstärke gegen null sinkt, wenn man das iPhone in der linken Hand hält. Apple reagierte mit einen kostenlosen Rahmen ("Bumper") für Kunden, die das iPhone 4 schon gekauft haben. Eine kostenlose Hülle legte Apple zähneknirschend noch obendrauf.
Als Verbesserungen im Vergleich zum iPhone 3GS hat Apple beim iPhone 4 die Kamera aufgerüstet, die mit nunmehr 5 statt 3 Megapixeln und auf Wunsch LED-Blitzlicht Aufnahmen macht. Die höhere Auflösung bietet Videoaufnahmen im High-Definition-Bereich (HD), und dank einer zusätzlichen Frontkamera ermöglicht das iPhone jetzt auch Bildtelefonie. Diese notwendigen Verbesserungen sind aber mit den Geräten anderer Hersteller längst möglich. Und oft sind dabei deutlich bessere Kameras im Einsatz.
Der Beschleunigungssensor, der Bewegungen des Gerätes selbst misst, wurde beim iPhone 4 um einen 3-Achsen-Gyrosensor erweitert. WLAN funktioniert nun auch mit dem Standard 802.11n, die Leistung des Akkus soll um etwa 30 Prozent höher liegen als beim 3GS. Etwa zeitgleich veröffentlichte Apple mit dem iOS 4 auch eine weitere, neu benannte Version seines mobilen Betriebssystems. Wichtigste Neuerungen sind hier das Multitasking, das das Betreiben mehrerer Apps gleichzeitig erlaubt, und die Möglichkeit, Apps in Ordnern zusammenzufassen.
Das iOS 4 funktioniert allerdings auch auf dem Vorgängermodell iPhone 3GS, das es weiterhin zu kaufen gibt. Apple-Fans sehen in der neuen Version notwendige Verbesserungen und damit leicht enttäuscht nur eine Evolution - keine Revolution.
Auf die Handhabung achten
Noch immer attestieren Tester dem iPhone das größte Anwendungsvergnügen. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht und hat zum Beispiel seit Jahren bessere Kameras mit Blitz verbaut. Geräte mit dem Betriebssystem Android 2.2 liegen mit dem iOS 4 auf Augenhöhe, Multitasking ist hier schon seit Jahren möglich. Vor allem die Hersteller Samsung und HTC haben sich in jüngster Zeit stark verbessert. Nicht unbedingt als Vorteil zu werten ist, dass das iPhone hierzulande weiterhin exklusiv und verhältnismäßig teuer von der Deutschen Telekom vertrieben wird. Andere Anbieter gehen deswegen zunehmend dazu über, Geräte aus Nachbarländern wie Frankreich, Belgien und Italien zu importieren und auf dem deutschen Markt zu vertreiben.
Wer sich ein Smartphone kaufen möchte, sollte die Angebote von Apples Konkurrenz genau prüfen, denn auch andere Mütter haben schöne Töchter. Ganz wichtig ist vor dem Kauf der Test der Bedienoberfläche. Das Tippen und Navigieren mit mehreren Fingern auf Touchscreen und anderen Bedienelementen sollte einfach von der Hand gehen und Spaß machen. Am Ende zeigt sich, dass die Handhabung das wichtigste Element eines Smartphones ist und rückständige Systeme am schnellsten zum Ärgernis werden.