Denken Sie auch an die Umwelt
Alle Jahre wieder stapeln sich an Weihnachten ( zu Ostern und an Geburtstagen auch ) zahlreiche Päckchen unterm Tannenbaum. Viele der Geschenke kommen zwar von Herzen, doch nur die wenigsten wurden nach ökologischen Kriterien hergestellt. "Beim Schenken sollte man aber auch an die Umwelt und an die eigene Gesundheit denken", findet Michael Spielmann, Landesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Baden-Württemberg: "Wer Anregungen für sinnvolle Geschenkideen sucht, sollte sich nach ökologischen und fair gehandelten Qualitätsprodukten umschauen. Die halten länger, gefährden nicht die Gesundheit und verbrauchen weniger Ressourcen."
Bioläden bieten zum Beispiel edle Weine, erstklassigen Honig oder besonders verträgliche Seifen und Cremes an. Wer Schmuck, Briefpaper, Spielzeug oder Kleidung aus Weltläden verschenkt, verwöhnt nicht nur seine Freunde und Verwandten, sondern hilft auch die Existenz von Kleinproduzenten in den Ländern des Südens zu sichern. Elektro- und Elektronikgeräte sollten möglichst wenig Energie verbrauchen, dabei sollte man sich an der Energieeffizienzklasse bzw. dem GEA-Energielabel orientieren. Besonders Geschenke für Kinder sollten keine gefährlichen Chemikalien enthalten. Wer Naturliebhaber überraschen möchte, kann ein Stück Wildnis verschenken: Verschiedene Organisationen verkaufen symbolische Anteilscheine, mit denen Projekte zum Schutz von Tieren und Pflanzen gefördert werden. Zum Beispiel der Grüne-Band-Anteilsschein des BUND dient dem Erhalt der Natur entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Über eintausend bedrohte Arten - vom Frauenschuh über den Eisvogel bis zum Fischotter - haben auf dem 1 393 Kilometer langen Mauerstreifen Zuflucht gefunden.
Weitere Informationen gibt es im Internet vom BUND unter www.dasgrueneband.info; vom Verbraucherministerium unter www.echtgerecht.de und vom Verein Spielgut unter www.spielgut.de.